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Interaktiver Plan von Prato und Provinz

Pratomese Mai 2013
PDF Mai 2013 (1138 KB)
Cantagallo
In dominierender Lage und mitten in einer wilden und kargen Natur auf einem das Tal überragenden Sporn, wurde die Burg zwischen dem Ende des XI. und dem Anfang des XII. Jahrhunderts von den Grafen Alberti errichtet. Noch immer führt eine Brücke aus dem vierzehnten Jahrhundert, die die Zerstörungen des letzten Weltkrieges überlebt hat, über den Fluss Bisenzio zu dem steilen und beschwerlichen Pfad, der sich bis zur Burg empor windet. Abgesehen von ihren Verteidigungszwecken diente sie den Feudalherren solange als Residenz, bis sie 1361 von Niccolò degli Alberti an die Gemeinde von Florenz verkauft wurde. Laut einer alten Legende bat der aus Florenz flüchtende Dante Alighieri in einer kalten Nacht des Jahres 1285 hier um Obdach, wurde jedoch zurückgewiesen. Die Festung aus Bruchstein, dem sog. Filaretto, des örtlichen Sandsteins, bewahrt immer noch Spuren der beiden Mauergürtel: in dem ersten unteren Gürtel befindet sich ein Tor, hinter dem die Überreste eines mittelalterlichen Oratoriums in der Form einer Apsis liegt; in dem zweiten Gürtel sind eine Zisterne mit Tonnengewölbe und Diensträume. Im mittleren Kern befinden sich die Reste des Maschio. Der Zugang zu den Überresten der Burg ist, obgleich diese beträchtlich sind, sehr beschwerlich, jedoch plant die Gemeinde von Cantagallo eine groß angelegte Renovierung, um die Burg der vollen öffentlichen Nutzung zurück zu geben. In der Zwischenzeit kann die Burg von der Bundesstraße oder der gegenüberliegenden Cricigliana (Zone Villa Novellucci) bestaunt werden.